Ehrenamtliche gesucht

Interview mit Jutta Scharschug, die seit vielen Jahren ehrenamtlich im Burkhard-von-Seckendorff-Heim mitarbeitet

Redaktion: Frau Scharschug, welchen Beruf haben Sie erlernt und ausgeübt?

Jutta Scharschug: Ich habe Arzthelferin gelernt. Seit der Geburt meines ersten Kindes bin ich aber nicht mehr in diesem Beruf tätig. Neben meiner Arbeit in der Familie habe ich in kleineren Jobs gearbeitet. Ich habe mich auch um die Pflege mehrerer Angehöriger gekümmert.

Redaktion: Was hat Sie bewegt, sich grundsätzlich sozial zu engagieren und warum tun Sie das im Burkhard-von-Seckendorff-Heim?

Jutta Scharschug: Nachdem meine Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, hätte ich sehr gerne eine Ausbildung zur Altenpflegerin gemacht. Durch die Betreuung und Pflege meiner Angehörigen konnte ich diesen Traum nicht verwirklichen. Als ich es dann hätte machen können, bekam ich die Auskunft, dass ich für die Ausbildung zu alt sei.

Zum Burkhard-von-Seckendorff-Heim hatte ich durch Besuche schon Kontakt. Also ging ich zu Schwester Ute und fragte sie, ob ich etwas tun könnte. Sie freute sich sehr über meine Anfrage und ich ging also immer Donnerstag vormittags ins Altersheim und machte Spiele mit einer dementen Dame oder brachte Bewohner im Rollstuhl in den Garten und unterhielt mich mit ihnen.

Redaktion: Was machen Sie heute im Burkhard-von-Seckendorff-Heim?

Jutta Scharschug: Heute räume ich hauptsächlich die Wäsche der Bewohner in die Schränke in den Zimmern ein. Aber ich freue mich auch, wenn mich Bewohner um eine kleine Handreichung bitten oder wenn ich einfach ein kleines Pläuschchen halten kann, wofür die Pflegekräfte kaum Zeit haben. Ich habe die Zeit dafür, weil ich ohne Zeitdruck arbeiten kann.

Redaktion: Kann man sich im Burkhard-von-Seckendorff-Heim aussuchen, welche ehrenamtliche Tätigkeit man machen möchte?

Jutta Scharschug: Man bekommt aufgezeigt, wo ehrenamtliche Kräfte gebraucht werden und dann kann man entscheiden, was man gerne tun möchte.

Redaktion: Bekommen Sie für Ihre Tätigkeit eine Entlohnung?

Jutta Scharschug: Wenn Sie Geld meinen - das bekommen wir nicht. Aber mir gibt diese Aufgabe so viel - das ist nicht mit Geld aufzuwiegen.

Wir Ehrenamtlichen werden auch zur Weihnachtsfeier eingeladen. Da kommt die Dankbarkeit der hauptamtlichen Mitarbeiter besonders zum Ausdruck.

Redaktion: Welche Vorteile haben Sie aus dieser Arbeit?

Jutta Scharschug: Ich mache das leidenschaftlich gerne. Ich lerne Leute kennen. Ich freue mich, wenn mir die Bewohner Vertrauen entgegen bringen und dankbar sind. Ich sehe, wo ich hinlangen muss und komme mittags als der glücklichste Mensch nach Hause.

Redaktion: Würden sie auch Anderen empfehlen, sich im Burkhard-von-Seckendorff-Heim zu engagieren?

Jutta Scharschug: Ich kann wirklich jedem empfehlen, einmal im Burkhard-von-Seckendorff-Heim vorbeizuschauen und sich zu informieren. Ich bin unheimlich gerne dort und fühle mich rundum wohl.


Vielleicht hat Ihnen Frau Scharschug Mut gemacht, sich ebenfalls sozial zu engagieren. Für Fragen steht Ihnen Pflegedienstleiterin Andrea Czech gerne persönlich oder unter Telefon 09831/508-761 zur Verfügung.

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